Sie sucht ihn Göttingen scary intimidating songs

Posted by / 02-Sep-2017 04:03

Wenn Journalist*innen den Unterschied zwischen brennenden Autos und Bürgerkrieg sowie den zwischen Aggression gegenüber gepanzerten Cops und rechtsradikalem Terror nicht begreifen oder verschweigen, während ihnen nicht auffällt, dass jetzt fast 45mal soviel Geld für die Opfer der Sachbeschädigungen bereitgestellt wird, als es den Opfern des NSU-Terrors ausgezahlt wurde, wollen wir gar nicht wissen, wohin das noch führen wird.demolierte Straßenzüge sind ein umgefallener Sack Reis im Vergleich zur unerträglichen täglichen Gewalt der G20-Staaten.

Es ist sicher nicht unsere Aufgabe, uns empört in Distanzierungen zu verstricken, wo es doch eigentlich darum gehen muss, nach den Ursachen der Gewalt zu fragen und die Organisierung des Widerstands voranzubringen.

Sodass mensch sich fragt, wer denn nun eigentlich zu den „Tagen der Hölle“ eingeladen war, bzw.

wer sich denn angesprochen fühlen durfte, die verbalradikalen Bekentnisse im Vorfeld ernst zu nehmen und zu versuchen, diese auch mit einem bisschen Realitätsgehalt zu füllen.

Wie auch immer, die „Auswärtigen“, die „unpolitischen Krawallmacher“, die „Alkoholierten“, wer auch immer, Schuldige müssen her, wo die Volksssele kocht, sind nun also Schuld, dass die „Militanz aus dem Ruder gelaufen“, der „eigene Kiez“ zerlegt wurde.

Doch der subversive Charme der Bilder des Widerstands widersetzt sich der Entpolitisierung.

Denn auf die Presse und den Staat sind die Organisatoren des Protestcamps nicht gut zu sprechen.

Das ist angenehm für die Bewohner der Roten Flora in Hamburg und ihre lokalen und überregionalen Freunde, die vor sechs Wochen die Bilder des G20-Gipfels von Hamburg mit Ausschreitungen, Vandalismus und Terror dominierten.

Ja, es war richtig, dass die Bullen am Eindringen in das Stadtviertel gehindert werden konnten.

Diese Selbstbezichtigung der aktiv an den Geschehnissen Beteiligten ist insofern interessant, als es bei der Nachbetrachtung Vermutungen gab, die Polizei sei absichtlich bei den Plünderungen am Schulterblatt nicht eingeschritten und hätte zu lange gewartet.

Diese Gewalt war oft gezielt gegen die Polizei, den Staat oder kapitalistische Institutionen gerichtet.

In einigen Fällen zerstörten Menschen aber auch die Autos und Geschäfte von jenen, die selbst massiv Betroffene kapitalistischer Ausbeutung sind. Verletzte, die keine Polizist*innen waren, gab es aber fast keine.

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Brennende Kleinwägen und beliebig zerstörte Kleingewerbe können durchaus ein diffuser Ausdruck von aufgestauter Wut sein.